Claudio Di Meola
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Forschungsschwerpunkte

Die Hauptinteressengebiete liegen im Bereich der Syntax und Semantik der deutschen Gegenwartssprache (Konjunktionen, Präpositionen, Genus; Polysemie, Metaphorik, Tempussemantik) und im Bereich der Kontrastiven Linguistik Deutsch-Italienisch. Der theoretische Rahmen ist durch die Kognitive Linguistik und das Grammatikalisierungsmodell gegeben.
Forschungsschwerpunkte im Einzelnen, wobei (elektronische) Korpusgestütztheit und Kontrastivität eine zentrale methodologische Rolle spielen:
– Die Versprachlichung räumlicher Gegebenheiten am Beispiel von Positionsverben (stehen und liegen), Bewegungsverben (kommen und gehen) und Präpositionen (entlang); die Rolle von Vorstellungsschemata; pragmatische Aspekte der lexikalischen Bedeutung (Deixis); nichtdeiktische Verwendungsweisen deiktischer Lexeme.
– Die Polysemie räumlicher Lexeme als prototypen- und netzwerkartige Kategorie; die Rolle von Metapher und Metonymie bei (hochgradig) polysemen Lexemen.
– Im Rahmen der Kognitiven Metapherntheorie: konkurrierende metaphorische Modelle bei der Versprachlichung bestimmter abstrakter Zusammenhänge (z.B. Zustandsveränderung metaphorisch als Besitzwechsel oder als Bewegung).
– Die Semantik und Pragmatik von Schlagzeilen in Presse und Werbung: Strukturmuster und kommunikative Funktionen.
– Konzessivität und Konzessivkonnektive: Bestimmung einer logisch-semantischen Kategorie und Untersuchung der sprachlichen Realisierungsformen; Interaktion von Syntax und Semantik; enges Zusammenspiel von Diachronie und Synchronie (Grammatikalisierung) bei subordinierenden Konjunktionen.
– Rektion und Stellung deutscher Präpositionen: Rektionsalternation Dativ/Genitiv als Produkt diachronischer Grammatikalisierungsprozesse; Verbreitung des Genitivs zulasten des Dativs; Nullkasus als regierter Kasus; Lehnpräpositionen; „präpositionsartige Präpositionalphrasen“.
– Tempussemantik: Futur als temporale und modale Kategorie; Präsens und Futur als Kategorisierungsmodelle zukünftigen Geschehens.
– Genus deutscher Substantive: Genuszuweisung als globaler und lokaler Strukturierungsfaktor des nominalen Lexikons.
– Probleme der (universitären) Deutsch-Didaktik: didaktische Anwendungsmöglichkeiten sprachwissenschaftlicher Forschungsergebnisse.

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